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Hoffnungslos unterschätzt: Die englische Küche

Gourmets machen einen großen Bogen um die Britischen Inseln? Weit gefehlt. Zwar haftet der englischen Küche seit gefühlten Ewigkeiten ein schlechter Ruf an, doch wer einmal die typischen Gerichte aus dem Königreich probiert hat, wird seine Meinung sicherlich rasch ändern. Schon alleine das englische Frühstück erfreut sich derart großer Beliebtheit, dass Sie es zwischen Mallorca und Phuket in so ziemlich jedem Hotel morgens kredenzt bekommen. Doch das ist noch längst nicht alles, denn auch „Bangers and Mash“, „Scones“ und „Sunday Roast“ sind wahre Gaumenfreuden. Letztgenannte Speise kommt übrigens dem altbekannten Sonntagsbraten sehr nah. Dieser Artikel stellt Ihnen ein paar bekannte und überaus beliebte Gerichte aus England vor, von denen Sie vermutlich gar nicht genug bekommen.

Langweilig und wenig schmackhaft: Diese Vorurteile kursieren, wenn es um die englische Küche geht. Entkräften können Sie diese am besten, indem Sie probieren. Wir möchten wetten: Am Ende sind Sie überzeugt davon, dass auch das britische Essen absolut schmackhaft ist. Von den Getränken weiß man es ja schon: Schottlands Whisky ist weltberühmt und wer in England Urlaub macht, wird nach dem Besuch von London, Birmingham und Manchester sicherlich noch einen Gin kaufen – neben dem Tee eines der Traditionsgetränke des Staates.

The Englisch Breakfast: Herzhafter geht es kaum

Das englische Frühstück genießt, anders als viele andere Speisen aus dem Königreich Weltruhm. Kein Wunder, landen noch weit mehr als nur Brot mit Butter auf dem Teller. Die berühmten Baked Beans, also gebackene Bohnen, verbinden sich mit frischem Rührei, Würstchen und krossem Speck. Blutwurst, auf der Insel als Black Pudding bezeichnet, gehört ebenso dazu wie Champignons und gebratene Tomaten.

Sunday Roast -der englische Sonntagsbraten

Rind, Schwein, Huhn oder Lamm: Es ist eine Geschmacksfrage, wie der Sunday Roast zubereitet wird, der, wie der Name es verrät, sonntags auf englischen Tischen landet. Je nach Fleischsorte variiert die Zubereitung. Lamm wird beispielsweise traditionell mit Minzsoße serviert, während „British Beef“ eher mit Senf- oder Meerrettichsoße verzehrt wird. Als Beilagen zum Sonntagsbraten gibt es oft den berühmten Yorkshire Pudding. Dabei handelt es sich um eine Backware, bestehend aus Fett, Milch, Mehl, Eiern und einigen weiteren Zutaten.

Damit der Yorkshire Pudding sein unverwechselbares Aroma erhält, wird er zusammen mit dem Braten in einem Ofen gebacken. Weiter Beilagen zum Sunday Roast sind Gemüse und geschmorte Kartoffeln. Nicht unbedingt in einen englischen Braten gehörend, aber trotzdem immer lecker ist es natürlich, wenn Sie bei der Zubereitung etwas Rotwein hinzugeben.

Bangers and Mash: Einfach, aber sehr schmackhaft

Bangers and Mash besteht aus den berühmten Cumberland Würsten, Schweinswürste aus der Grafschaft Cumberland. Diese werden mit reichlich Kartoffelpüree und einer Zwiebelsoße serviert. Weitere Beilagen sind meist Erbsen und Röstzwiebeln.

Bei der Tea Time gibt es Scones mit Clotted Cream

Um 16:00 Uhr wird auf den Britischen Inseln die Tea Time eingeläutet. Neben dem traditionellen Gebräu kommen sogenannten Scones auf den Tisch. Dabei handelt es sich um ein weiches Gebäck, das rein optisch an kleine Brötchen erinnert. Sie werden traditionell mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream bestrichen, eine Art Rahm aus roher Kuhmilch. Haben Sie Appetit bekommen? Dann kochen Sie doch das ein oder andere englische Gericht einmal nach, zum Beispiel mit Biozutaten. Oder noch besser: Am besten einfach direkt auf die Insel reisen.

Foto/Video: Foto von Mai Quốc Tùng Lâm auf Unsplash.

Geschrieben von Option

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