Ein politisches System, was in Haushaltsjahren und bestenfalls in Wahlperioden denkt, behindert konsequent nachhaltig wirksame Entscheidungen. Ein Wirtschaftssystem, das von den großen Playern Quartalszahlen fordert, anhand derer die Managergehälter und die Aktienkurse samt Dividenden berechnet werden, ist kontraproduktiv für das Ziel der Nachhaltigkeit. Subventionsregeln, die nicht am Tierwohl und dem Naturschutz, sondern am Effizienzstreben ausgerichtet sind, hindern ein Umsteuern in der Nahrungsmittelproduktion. Aber auch: individuelle Inkonsequenz und Trägheit, die Bequemlichkeit und Zeitgewinn in der Mobilität vor Klimaschutz stellt, das unethische Konsumieren…
Wilfried Knorr, Sprecher der Gemeinwohl-Ökonomie