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Griechenland Reisegeschichten: Rom, Corona, Athen

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Wir dachten, diesen Trip hätten wir dieses Mal zum richtigen Zeitpunkt gewählt, nämlich genau dann, als es in Deutschland Ende Februar noch anfing zu schneien. Mit Schnee hatte ich zumindest an Weihnachten schon abgeschlossen, weshalb ich darüber recht glücklich war. Zur Wahl als Urlaubsziel für die Semesterferien standen Portugal und Griechenland – wir entschieden uns für Griechenland, mit der ehrlichen Begründung, dass wir Lust auf das leckere, griechische Essen hatten. Unser Ziel: als Knoblauchzehen auf zwei Beinen nach zwei Wochen nach Deutschland zurückkehren.

Da wir unseren ursprünglichen Plan mit dem Bus und der Fähre hin und zurück nach Patras zu nehmen verwerfen mussten, flogen wir mit einem Flieger nach Rom, um dort dann vier Stunden auf den nächsten Flug zu warten, der uns nach Athen bringen würde.

Im Ryan-Air Flieger, der so aussieht als wurde er aus Playmobil-Plastik zusammengebaut, saßen bereits einige der wenigen Passagiere mit Masken auf ihren Sitzen. Ich bekam schon einen leichten Rappel, da ich mich seitdem die Corona-Pest ausgebrochen war sehr darum bemühte, mich nicht von der Panik anstecken zu lassen, die natürlich nichts bringen würde. Als wir aber in Rom ankamen, zählten wir zu den verseuchten Aliens, die „lebensmüde“ genug waren, keine Handschuhe und Masken zu tragen… ich wurde also etwas unruhig.

Im apokalyptischen Film fühlte ich mich aber endgültig, als wir mit unserem Gepäck beim Ausgang des Flughafens durch Kontrollen mussten, an denen die Sanitäter mit ihren weißen Tschernobyl Anzügen und Masken anhand eines Apparats unsere Temperatur messen wollten. Ich malte mir aus was passieren würde, wenn sie tatsächlich eine etwas zu hohe Temperatur erkennen würden und mich auf einmal zehn Sanitäter umtackeln und festbinden würden, während die Sirenen am Flughafen losgingen und eine Massenpanik ausbrach. Ich wurde jedoch verschont und durfte an den prüfenden Blicken vorbei. Trotzdem setzten sich die Leute von uns weg, sobald einer von uns wegen den Allergien Niesen musste. Welcome to Italy!

Nachdem wir vier Stunden fröhlich im Corona Virus rumgedümpelt haben, landeten wir spät abends in Athen. Mit unseren Backpacks ließen wir uns in unserem günstigen Airbnb Apartment nieder – dort waren die Preise nämlich zu dieser Zeit mehr als erfreulich. Nach einigen Gesprächen mit Einheimischen stellten wir jedoch fest, dass Airbnbs nicht immer die beste Option sind, denn die Wohnungen werden oftmals nur für Touristen eingerichtet und freigehalten, während Einheimische Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden – ein Denkanstoß, den wir bei unserer nächsten Reise beachten würden.

Am nächsten Tag marschierten wir kreuz und quer durch Athen und ließen uns von der Stadt berieseln. Viele Leute fuhren wild mit ihren Motorrädern – als älterer Fußgänger war man hier verloren, vor allem wenn eine große Ampel nach drei Sekunden Countdown plötzlich wieder rot wurde. Die Straßen rochen neben dem Straßenverkehr nach frischen Zitrusfrüchten, da überall Alleen aus Mandarinenbäumen und Zitronenbäumen zu finden waren… genießbar waren sie jedoch noch nicht.

Da wir auf unseren Trips lieber selbst kochten, wollten wir auch dieses Mal das Obst und Gemüse aus dem Land essen. Also gingen wir auf den “Central Municipal Athens Market” und eskalierten ein wenig. Nach gefühlt dreißig Tüten voll mit Gemüse, Obst, Weinblättern, Oliven und eingelegten Paprika für unter 10€ gingen wir zurück ins Apartment durch den schönen Nationalgarten Athens, in dem wir uns davor aber erstmal verliefen.

Der Abstecher ins Akropolis Museum am Abend war ebenfalls sehr erfreulich für den Geldbeutel, da wir als Studenten umsonst eintreten durften und an einer Tour teilnehmen konnten. Nachdem wir über die beeindruckenden Statuen und die Geschichte lernten, begaben wir uns zurück in die Wohnung, da wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten, um unsere Fähre nach Santorini zu erwischen…

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Geschrieben von Nina von Kalckreuth

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