in ,

Eine Zeitreise ins Unbekannte

Hauptsponsor


Eine Zeitreise ins Unbekannte

Ich trete aus meiner Zeitkapsel hinaus ins Freie. Es ist heiß, die Luft ist feucht und ein stechender Geruch steigt mir in die Nase. Mein T-Shirt klebt an meinem Körper und ich bin schweißgebadet. Vor Schock kann ich mich kaum bewegen und versuche mich zu orientieren. Ein Blick auf meine Digitaluhr verrät mir, dass ich mich im Jahre 3124 befinde. Mein Kopf schmerzt von der Hitze und ich nehme einen Schluck Wasser zu mir. Ich habe eine Mission. Zu erleben und zu dokumentieren, wie sehr sich das Leben auf der Erde entwickelt hat. Vorsichtig bewege ich mich ein paar Schritte nach vor und blicke über die Kuppel des Hügels, auf dem ich gelandet bin. Was ich dort sehe, verschlägt mir den Atem. Eine Welt, die ich mir nicht einmal in meinen schlimmsten Albträumen hätte vorstellen können. Der Himmel ist nicht mehr blau, sondern grau und trüb von den Dampfwolken, die von überall her in die Luft steigen. Keine einzige grüne Fläche ist mehr zu sehen. Ich sehe nur noch eines, und das sind Fabriken, die sich über eine enorme Fläche erstrecken. Meine Knie beginnen zu zittern und das Atmen fällt mir plötzlich schwer. Instinktiv greife ich in meinen Rucksack und ziehe eine Atemmaske hervor, setze sie auf, überprüfe noch einmal den Inhalt meines Rucksacks und mache mich dann auf den Weg. Ich gehe die Anhöhe, auf der ich gelandet bin, nach unten und als ich mich noch einmal umdrehe, sehe ich, was der Hügel, auf dem ich gelandet bin, eigentlich ist. Es ist ein riesiger Berg aus Müll: Plastikverpackungen, Lebensmittelabfälle und Getränkedosen soweit das Auge reicht. Mit einem Mal höre ich ein ohrenbetäubendes Piepen und als ich mich umdrehe, erblicke ich einen riesigen Lastwagen hinter mir. Er kommt mit rasender Geschwindigkeit auf mich zu. Es gibt keinen Ausweg. Um mich herum sind unter Strom stehende Stacheldrahtzäune. Ich kann also nicht nach links oder nach rechts entkommen, also renne ich in voller Panik wieder den Hügel aus Müll hinauf. Da ich nicht wieder nach unten zu dem riesigen Lastwagen kann, beschließe ich auf der anderen Seite der Anhöhe hinunter zu gehen. Langsam bewege ich mich an grauen, tristen Wolkenkratzern und Fabriken vorbei. Verwundert darüber, dass ich noch keiner Menschenseele begegnet bin, bleibe ich stehen und blicke in eines der Fenster. Wie ich an dem Schild neben mir erkennen kann, handelt es sich um eine Lebensmittelfirma. Der Schock steht mir ins Gesicht geschrieben. Ich hatte ein Fließband, Maschinen und ein hektisches Treiben in der Fabrik erwartet. Stattdessen blicke ich in eine düstere, etwas unheimlich wirkende Halle und überall wimmelt es nur so von Robotern. Es sind um die tausend. Sie fliegen, fahren oder rennen in einer enormen Geschwindigkeit von A nach B und tippen hastig etwas in schwebende Bildschirme ein. Plötzlich höre ich ein seltsames Geräusch hinter mir. Als ich mich umdrehe, sehe ich einen sehr übergewichtigen älteren Herrn, der sich in einer Art fliegendem Bett fortbewegt. Die Menschen in der Zukunft sind überfressen und faul. Sie ernähren sich ausschließlich von chemisch erzeugten Fertigprodukten. Die Menschen ernähren sich ungesund, nehmen billiges Fleisch aus Massentierhaltung zu sich und verzichten auf Gemüse und Obst. Sie haben nichts zu tun, der Mensch ist unbedeutend und trotzdem ist er für all das verantwortlich. Jeder Gletscher und die Polkappen sind geschmolzen. Die Meere und Seen gleichen einer Müllhalde und auch der letzte Funken Leben ist erloschen. Wälder sind gerodet worden, um unzählige Fabriken zu bauen. Alle möglichen Tierarten sind ausgestorben. Vom Menschen gejagt und getötet worden. Die Ressourcen der Erde sind endgültig aufgebraucht. Das Leben ist ein Desaster und schuld daran ist nur der Mensch.

Die Welt, die ihr und ich – wir alle – aus unserer Kindheit kennen, stirbt. Die Wälder werden immer stummer, Arten sterben aus. Pro Jahr werden fast 30 Millionen Hektar Wald vernichtet und das nur, um die Papierproduktion voranzutreiben oder um freie Flächen für die Landwirtschaft und Rinderweiden zu schaffen. Auch in den Bergen und den Meeren wird die Natur Schritt für Schritt an den Abgrund gedrängt.

Es ist wichtig, die Menge an Müll, die wir täglich produzieren, drastisch zu reduzieren. Beim Einkaufen sollte man darauf achten, in Plastik eingepackte Produkte zu vermeiden. Regional und saisonales Einkaufen sind ebenfalls wichtige Faktoren, die wir bei unserem Einkauf berücksichtigen sollten. Wir konsumieren viel mehr, als wir eigentlichen brauchen. Es steht uns von Nahrungsmitteln über Pflegeprodukte bis hin zu Bekleidung alles in Überfluss zur Verfügung. Dieser Luxus verleitet dazu, mehr zu kaufen als man braucht. Es wird unverantwortlich mit Lebensmitteln umgegangen und täglich werden Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen. Die Meere werden verschmutzt, Wälder abgeholzt und  der Lebensraum vieler Tiere wird zerstört. Täglich werden hunderte von Tieren umgebracht. Arten sterben aus. Die Gute Nachricht: Noch gibt es Hoffnung. Noch können wir die Natur retten. Wir sitzen alle im selben Boot und wenn die Natur stirbt, hat auch der Mensch keine Zukunft mehr. Helfen wir alle zusammen, um unsere Erde zu retten. Unterstützt Naturschutzorganisationen, konsumiert gewissenhaft, versucht Plastik so gut es geht zu vermeiden. Verwendet Produkte wieder. Kauft in Unverpackt- und BIO-Läden ein und legt kürzere Strecken mit dem Fahrrad, anstatt dem Auto zurück. Auch wenn das Leben auf der Erde noch nicht so weit fortgeschritten, wie in der Zeitreise ins Jahr 3124 ist, sollten wir jetzt damit anfangen die Natur und ihre Arten zu retten. Und wie man so schön sagt :            

THE FUTURE IS NOW      

Dieser Beitrag wurde von der Option-Community erstellt. Mach mit und poste Deine Meldung!

ZUM BEITRAG AUF OPTION ÖSTERREICH


Hauptsponsor

Geschrieben von Geissler Tanja

Diesen Beitrag empfehlen?

Schreibe einen Kommentar

Hygienemaßnahmen – wie zum Beispiel gründliches Händewaschen – sind wichtig

Zivildienst bei GLOBAL 2000