Elektrosmog Schlafzimmer
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Raus mit dem Elektrosmog aus dem Schlafzimmer

Ein neuer Plan für mehr Gesundheit – zumindest im Schlafzimmer: Elektrosmog soll aus der wichtigen Ruhezone nahzu gänzlich verbannt werden.

Sie sind inzwischen überall, ob man will oder nicht: elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder, die tagtäglich auf uns wirken. Längst haben Handy und WLAN unsere Eigenheime erobert, die nächste Welle folgt demnächst. Mit Internet der Dinge (IoT) und smart home werden wir schon bald zahllose andere Gerätschaften an das Internet anbinden. Darauf haben wir schließlich schon lange gewartet: Künftig sollen auch Waschmaschine und Co vom Büro aus über Apps am Handy gesteuert werden. Das Ergebnis: Der Elektrosmog in den Wohnungen wird noch weiter zunehmen, auch in den Schlafzimmern. Die Folgen: Immerhin jeder vierte Erwachsene leidet laut Robert Koch Institut schon heute unter Schlafstörungen und mehr als jeder Zehnte fühlt sich häufig oder dauerhaft auch nach dem Schlafen nicht erholt.

Handy & Elektrosmog
Aktuell liegt die Mobilfunkverbreitungsrate in Österreich bei 156 Prozent. Das bedeutet, dass durchschnittlich jeder Österreicher über 1,5 SIM-Karten verfügt. Bei einer Umfrage einer deutschen Krankenkasse gaben rund vier von zehn Befragten (38 Prozent) an, direkt vor und nach dem Schlafen auf ihr Smartphone zu schauen. Bei den unter 30-Jährigen sind es laut Studie sogar sieben von zehn (70 Prozent).
Die Diskussion, ob Handystrahlung gesundheitsschädlich ist, dauert schon so lange wie es die smarten Geräte gibt. Wie bei den Handymasten gibt es Studien mit unterschiedlichen Aussagen. Ein Indiz dafür, dass dem sehr wohl so ist, zeigt die inzwischen recht hohe Bedeutung der Angaben des SAR-Wertes eines Handys. SAR steht für „spezifische Absorptionsrate“. Sie beschreibt die Energierate, mit der elektromagnetische Felder von biologischem Gewebe aufgenommen („absorbiert“) werden. Daher wird sie in der Einheit Watt pro Kilogramm gemessen. Je niedriger der SAR-Wert, desto geringer die Strahlungsaufnahme und die damit verbundene Erwärmung des Gewebes. Wie stark Ihr Handy strahlt und welche Handys geringe SAR-Werte haben, können Sie hier nachsehen: www.inside-handy.de/handy-bestenliste/sar-wert-strahlung.

Handy und WLAN sind dabei wesentliche Faktoren: Mehr als ein Drittel (38 Prozent) nutzt das Handy als Wecker, ergab eine deutsche Umfrage – und hat damit sein Gerät bei voller Funktion neben sich im Schlafzimmer. Und auch die allermeisten Internet- router kennen keine nächtliche Ruhepause. Unermüdlich halten sie uns online – obwohl wir längst schlafen. Und, noch absurder: Manche User nutzen Apps, um Ihren Schlaf vom Handy überwachen und analysieren zu lassen.

Damit soll jetzt Schluss sein. Wir machen das Schlafzimmer wieder frei von Elektrosmog. Aber, geht das heutzutage noch? Die umfassendste Maßnahme wäre der universelle Aus-Schalter, der allen Geräte im Haushalt den Strom kappt. Spätestens beim täglichen Einstellen der Uhren an bei uns vier Geräten zeigt sich, dass dies aber keine praktikable Option darstellt. Zumal auch heute schon zahlreiche Funktionen wie Wohnraumlüftung und Co eine nächtliche Stromversorgung erfordern. Mit drei Maßnahmen gelingt aber trotzdem jedem der weitgehende Bann des Elektrosmogs.

Keine Elektrogeräte im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer ist jegliche Art von elektrischen Geräten unangebracht. So angenehm das Fernsehen im Bett ist, alle am Stromnetz angeschlossenen Geräte verursachen Elektrosmog. Also raus damit.

Der ideale Wecker

Auch das Handy muss jetzt draußen bleiben oder zumindest komplett abgeschalten werden. Denn: Selbst im Flugmodus bleibt eine Restbestrahlung. Grundsätzlich kein Problem, denkt man sich vielleicht im ersten Moment, es muss halt ein alternativer Wecker her. Wer allerdings ein weniger klassisches Berufsleben führt, das etwa unter dem Begriff Work-Life-Balance mit unterschiedlichen Arbeitszeiten, Homeoffice und ähnlichem aufwartet, muss bei der Weckersuche feststellen: Auf uns – gesundheitsbewusst & flexibel – hat man gänzlich vergessen. Da wir dreimal die Woche in die Bundeshauptstadt pendeln und zweimal wöchentlich Homeoffice angesagt ist, wünschen wir uns nach Wochentagen programierbare Weckzeiten. Es lässt sich tatsächlich kaum ein passender Wecker finden, der erstens nicht funkt und zweitens auch mehrere unterschiedliche Weckzeiten zu unterschiedlichen Tagen speichern kann. Einige Alternativen haben wir doch gefunden – siehe Info-Box.
Jedenfalls: Der ideale Wecker zur Vermeidung von Elektrosmog und Handystrahlung ist freilich batteriebetrieben und baut weder Funk- noch Internetverbindungen auf.

Nachtruhe für WLAN-Router

Neben dem Handy stellt das WLAN den zweiten wesentlichen Faktor im Haushalt dar. Zumeist läuft der entsprechende Router ohne Pause, um allen Geräten den Internetzugang zu ermöglichen. Das lässt sich – je nach Komplexität der Router-Software – meist einfach ändern. Inzwischen hat jedes Gerät eine Zeitschaltung, die das WLAN zur regelmäßigen Nachtruhe verdonnert.

Achtung Blaulicht

Übrigens: Auch die Nutzung des Handys kurz vor dem Schlafgang kann der Entspannung entgegenwirken. Der Grund: Blaues Licht von Bildschirmen führt dazu, dass der Melatoninspiegel sinkt. Das Hormon sorgt dafür, dass wir bei Dunkelheit müde werden. Wird die Produktion aber gehemmt, können die Betroffenen schlechter einschlafen. Ein sogenannter Blaulichtfilter kann dazu hilfreich sein.

Weitere Tipps:
Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie generell elektrische Geräte im Schlafzimmer. Auch ein Fernseher, Radiowecker oder Leselampen sind tabu.
Alternative Wecker
Renkforce A600: Batteriebetriebener Wecker mit vielen Weckzeiten und Funktionen.
Renkforce A440 und Renkforce A480: Eine kleine Box, deren Weckzeiten per Handy programmierbar sind, aber danach keine Verbindung mehr aufbaut.
Neverlate Wecker: Ein digitaler, batteriebetriebener Wecker mit umfangreichen Funktionen.
Blaulichtfilter. Helles Licht mit vielen Blauanteilen wie am Handy kurz vorm Einschlafen mindert den Erholungseffekt. Wer also wirklich im Bett noch einmal seine Nachrichten prüfen muss, sollte spezielle Blaufilter-Funktionen nutzen. Ein Modus, der den Rotanteil erhöht und so die Nachtruhe fördert.

Foto/Video: Shutterstock.

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