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Mehr als ein Blick in die Glaskugel: Klimaexperiment in Sachsen-Anhalt


Etwas außerhalb von Bad Lauchstädt im deutschen Sachsen-Anhalt läuft das flächenmäßig weltweit größte Klimaexperiment. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) führt dort etwa 20 Feldexperimente auf einer 40 Hektar großen Forschungsstation durch.

Verschiedene Parzellen repräsentieren die prägende agrarische Nutzung in Mitteleuropa von konventionellem und ökologischen Ackerbau, über intensiv genutztes Grünland mit Mahd bis hin zu zwei Formen unterschiedlich extensiver Grünlandnutzung, Mahd und Beweidung durch Schafe. In den Experimentierfeldern herrscht durch gezielte Bewässerung und Beschattung beziehungsweise Sonneneinstrahlung jenes Klima, das die Forscher*innen im Jahr 2070 in Mitteldeutschland erwarten. Kontrollflächen werden unter gegenwärtig vorherrschenden Bedingungen bewirtschaftet. Das Projekt ist auf mindestens 15 Jahre angelegt.

Internationale Forscherteams gehen hier Fragen nach wie: Wie beeinflusst die Produktivität von Grünland die Artenvielfalt? Welche Auswirkungen haben Nährstoffe wie Kalium oder Magnesium auf Wiesen und Weiden? Oder: Wie verändert sich die Pflanzenvielfalt durch den Eintrag von Nährstoffen? Mit den Antworten wollen sie „Strategien und Instrumente entwickeln, die die vielfältigen Leistungen und die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen in Zeiten des globalen Wandels und zunehmenden Nutzungsdrucks sichern (…)“.

Bild: UFZ/A. KUENZELMANN

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Geschrieben von Karin Bornett

Freie Journalistin und Bloggerin in der Option Community. Technikaffines Labradorfrauchen mit Leidenschaft für Dorfidylle und Faible für urbane Kultur.
www.karinbornett.at

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