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Mangel an männlichen Grundschullehrern

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Wenn Sie an die Grundschule denken: haben Sie einen Grundschullehrer oder eine Grundschullehrerin im Sinn? Die meisten würden vermutlich eher letzteres angeben – aus einem guten Grund. In Deutschland sind laut dem Statistischen Bundesamt nur noch 15 Prozent der Grundschullehrkräfte männlich. Im Gymnasium ist die Geschlechtsaufteilung relativ ausgeglichen. Warum gibt es einen Mangel an männlichen Grundschullehrern?

Gerade bei Schulkindern ist es noch sehr wichtig, dass sie sowohl von Lehrern als auch von Lehrerinnen betreut werden. Ein Kindergarten oder eine Grundschule ohne Männer kann Auswirkungen auf das Weltbild der Kinder haben, da sie dadurch weniger die Möglichkeit haben sich mit den Geschlechtern zu identifizieren, aber auch abzugrenzen. Wenn die Grundschule jedoch ein hauptsächlich weiblich geprägtes Umfeld ist, haben vor allem die Jungen Schwierigkeiten sich einzuordnen, gerade wenn kein männliches Vorbild im nahen Umkreis ist.

Bezahlung, Status und Angst:

Durch Geschlechterklischees haben viele noch das starre Bild vor Augen, dass Frauen sich mit kleinen Kindern und Männer mit größeren Kindern beschäftigen. Ein weiteres Klischee: der Mann – der Familienernährer – schafft Geld für die Familie ran. Von allen Lehrkräften sind Grundschullehrkräfte jedoch am schlechtesten bezahlt. Als eine weitere Begründung für die Entscheidung gegen den Beruf des Grundschullehrers benennen einige die Angst des Kindersmissbrauchs beschuldigt zu werden. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit der Medien auf verschiedene Missbrauchsskandale in die Priester und Erzieher verwickelt waren, gehen nun Grundschullehrer häufig ein hohes persönliches Risiko ein, wenn sie mit Kindern eine gesunde, fördernde Beziehung aufbauen in der gestreichelt oder freundliche Worte gesagt werden dürfen. Natürlich müssen Kinder von Missbrauchstätern geschützt werden, jedoch kann ein Berührungsverbot ebenfalls viele Folgen mit sich bringen, da Berührungen sich sehr positiv auf den Gesundheitszustand von Kindern und die Entwicklung ihres Nervensystems auswirken.

Lösungen:

Die Wichtigkeit dieses Themas verdeutlicht sich vor allem durch die vielen Veränderungen der heutigen Zeit, wie beispielsweise die Rolle der Frauen, neue Familienstrukturen und erhöhte Anforderungen an die Leistungen der Kinder im Grundschulalter. Lösungen für den Mangel an männlichen Grundschullehrern werden dringend benötigt. 

Neben dem Projekt „Männer in die Grundschulen“ der Universität Bremen wurde zusätzlich die Initiative „Rent a Teacherman“ von Chritoph Fantini ins Leben gerufen. Hier werden Lehramtsstudenten an Grundschulen ohne männliche Lehrkräfte vermittelt, wo sie stundenweise gegen ein kleines Honorar arbeiten. Darüber hinaus könnte das durch das Fördern von Praktika die Freude an der Arbeit mit Kindern entdeckt werden können. Diskutiert werden auch die Zugangszulassung für Lehramtsstudierende – derzeit ist die durchschnittliche Abiturnote für manche noch zu hoch. Durch ein freiwilliges soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst könnte man die Abiturnote verbessern und ein Lehramtsstudium beginnen. 

Bild: Unsplash

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Geschrieben von Nina von Kalckreuth

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