Vleisch
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Das Vleisch der Zukunft

Was ist Vleisch?

Kultiviertes Fleisch sei nicht für Vegetarier oder Veganer gedacht, betonen die niederländischen Wissenschaftler, sondern für Menschen, die meinen, nicht auf Fleisch verzichten zu können. Denn grundsätzlich könne der Mensch von Pflanzen allein leben. Weil viele Menschen, die früher Fleisch gegessen haben, dessen Geschmack und Textur vermissen, gibt es bereits jetzt eine Reihe von pflanzlichen Alternativen, zumeist „Vleisch“ genannt. Sie werden aus Weizengluten (Seitan), Sojabohnen (Tofu, Sojafleisch, Tempeh), dem fermentierten Schlauchpilz Fusarium venenatum (Quorn), anderen Pilzen, Jackfruit, Lupinen, Reis, Erbsen, Kichererbsen, Pecannüssen oder Algen hergestellt.

Vleisch – Alternativen der Zukunft

Algen, die in Ostasien gerne verzehrt werden, sind überhaupt interessant für die Lebensmittelproduktion der Zukunft. Sie haben zwar einen geringen quantitativen Nährwert, enthalten aber viele Mineralstoffe und Vitamine und lassen sich leicht ernten oder züchten. Wenn sie lange im Meer wachsen, enthalten sie jedoch (zu) viel Iod.

Pilze sind ebenfalls vielversprechend, weil sie zum Wachsen keine Landfläche brauchen und sich von Abfällen wie z.B. Kaffeesud ernähren können.

Insekten werden immer wieder als alternative Proteinquelle genannt.

Peter Arras vom AKT Institut für Mitweltethik propagiert, Lebensmittel mithilfe von Biofermentern aus Zellulose (Stroh, Schilf, usw.) herzustellen, quasi in einem künstlichen Wiederkäuermagen. Generell ist das, was wir heute als Abfälle betrachten, eine interessante Quelle für die Energie- und Lebensmittelproduktion der Zukunft. Kerne, Stängel, Schalen und produktionsbedingte Abschnitte enthalten vielfach noch wertvolle Stoffe, die bei entsprechender Aufbereitung direkt genützt werden könnten, statt sie als Dünger zu verwenden oder zu entsorgen.

Nicht vergessen sollte man außerdem, dass viele Lebensmittel unnötig weggeworfen werden. In der Europäischen Union sind das pro Jahr und Person durchschnittlich 179 Kilogramm. Davon gehen 42 Prozent auf das Konto der privaten Haushalte, 39 Prozent landen bei den Herstellern im Müll, 14 Prozent in der Gastronomie und fünf Prozent bei den Einzelhändlern.

Foto/Video: Shutterstock.

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Geschrieben von Sonja Bettel

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