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2020 Europe Sustainable Development Report für gerechten Wiederaufbau


Das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und das Institute for European Environmental Policy (IEEP) veröffentlichten im Dezember 2020 den „2020 Europe Sustainable Development Report“ – Einen „Bericht zum Fortschritt der EU, der Mitgliedstaaten und anderen Europäischen Ländern bei der Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs), die von allen UN-Mitgliedstaaten im Jahr 2015 beschlossen wurden.“

 „Die politische Aufmerksamkeit liegt richtigerweise weiterhin in vielen europäischen Ländern auf der Krise der öffentlichen Gesundheit infolge der COVID-19-Pandemie. Die Entwicklung eines Impfstoffes macht die Erholung von der Krise in 2021 wahrscheinlicher. Dieser Bericht zeigt, wie die SDGs einen Weg zu einer nachhaltigen und inklusiven Erholung bieten können“, so Guillaume Lafortune, Direktor von SDSN Paris.  Céline Charveriat, Exekutivdirektorin bei IEEP, ergänzt: „Mitten in der COVID-19-Pandemie ist die Messung des Fortschritts in Richtung SDGs mit den richtigen Indikatoren essentiell, um einen gerechten, grünen und resilienten Wiederaufbau zu gewährleisten.“

Herausforderungen: Nachhaltige Landwirtschaft & Ernährung, Klima & Biodiversität 

In einer Aussendung fassen die Autor*innen zusammen: „Schon vor dem Ausbruch der Pandemie würde kein europäisches Land mit den bisher ergriffenen Maßnahmen alle 17 SDGs bis 2030 erreichen. Im SDG Index, einem der Hauptelemente des Berichtes, schneiden die nordischen Länder insgesamt am besten ab. Finnland steht an der Spitze des 2020 Europe SDG Index, gefolgt von Schweden und Dänemark. Aber auch diese Länder sind vom Erreichen einzelner Ziele noch weit entfernt. Europa steht den größten Herausforderungen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung, Klima und Biodiversität gegenüber sowie in der Stärkung der Konvergenz von Lebensstandards der Länder und Regionen.“ Österreich belegt insgesamt Platz 4, Deutschland Rang 6. Untersucht wurden insgesamt 31 Länder.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass europäische Staaten enorme negative Spillovers, also Auswirkungen, außerhalb der Region erzeugen: „mit schwerwiegenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen für den Rest der Welt. Zum Beispiel lassen sich mit Textilwaren, die in die EU importiert werden, jährlich 375 tödlich Unfälle am Arbeitsplatz (und 21.000 nicht-tödlich Unfälle) in Verbindung bringen. Nicht nachhaltige Lieferketten führen unter anderem auch zu Abholzung und zunehmender Bedrohung von Biodiversität.“

Der Bericht untersucht die Rolle sechs wesentlicher politischer Hebel und Instrumente, die für die Umsetzung der SDG Transformationen in der EU und für die Unterstützung des SDG-Fortschrittes anderer Länder besonders wichtig seien:

1. Eine neue Europäische Industrie- und Innovationsstrategie für die SDGs

2. Ein Investitionsplan und eine Finanzstrategie orientiert an den SDGs

3. Kohärente nationale und europäische SDG Politiken – das auf den SDGs basierende Europäische Semester

4. Koordinierte Green-Deal- / SDG-Diplomatie

5. Regulierung von Unternehmensstandards und Reporting

6. SDG Monitoring und Berichterstattung

Zum Report gelangst du hier.

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ZUM BEITRAG AUF OPTION ÖSTERREICH


Geschrieben von Karin Bornett

Freie Journalistin und Bloggerin in der Option Community. Technikaffines Labradorfrauchen mit Leidenschaft für Dorfidylle und Faible für urbane Kultur.
www.karinbornett.at

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